Hier sind die neun Landesjägermeister, die für die Jagdpolitik in ihren Bundesländern verantwortlich sind:
- Franz Mayr-Melnhof-Saurau (Steiermark & 1. Stv. Jagd Ö)
- Maximilian Mayr Melnhof (Salzburg & Präsident von Jagd Ö)
- Dipl. Ing. (FH) Anton Larcher (Tirol)
- Norbert Walter, MAS (Wien)
- Roman Bunyai (Referatsleiter), DI Hans-Peter Weiss (Landesjagdkooridinator) (Burgenland)
- Josef Pröll (Niederösterreich)
- Herbert Sieghartsleitner (Oberösterreich, 2. Stv. Jagd Ö)
- Dr. Walter Brunner (Kärnten)
- Dr. Christoph Breier (Vorarlberg)
Jede dieser Persönlichkeiten setzt sich mit vollem Engagement für die nachhaltige Entwicklung der Jagd und den Schutz der Wildtiere ein. Ihre Aufgaben umfassen unter anderem die Wildstandregulierung, den Schutz der Lebensräume und die Interessenvertretung der JägerInnen gegenüber der Politik.
Hauptziele der Landesjägermeister
Jagd ist heute weit mehr als nur die reine Wildentnahme. Sie hat zahlreiche ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Funktionen. Die Landesjägermeister verfolgen deshalb mehrere Kernziele:
1. Wildschutz und Lebensraumerhaltung
Ein zentrales Anliegen aller Landesjägermeister ist der Schutz von Wildtieren und deren natürlichen Lebensräumen. Moderne Landwirtschaft, Verkehr und Urbanisierung setzen dem Wild zu, weshalb gezielte Maßnahmen zur Habitatverbesserung getroffen werden müssen. Hierzu zählen Aufforstungsprojekte, Wildbrücken und Ruhezonen für Wildtiere.
2. Nachhaltige Jagd und Wildbestandsregulierung
Eine nachhaltige Jagd stellt sicher, dass der Wildbestand im Gleichgewicht mit seinem Lebensraum bleibt. Besonders der Schutz von Jungtieren und die selektive Bejagung von überzähligen Tieren sind entscheidend, um Wildschäden zu vermeiden und gesunde Bestände zu erhalten.
3. Koexistenz von Wild und Landwirtschaft
Landwirtschaft und Jagd stehen in einer engen Wechselbeziehung. Die Landesjägermeister arbeiten eng mit Landwirten zusammen, um Lösungen für Wildschäden an Feldern und Wiesen zu entwickeln. Maßnahmen wie Wildschutzgatter, Heckenpflanzungen oder Ausgleichszahlungen für Schäden sind dabei essenzielle Werkzeuge.
4. Jungjägerausbildung und Öffentlichkeitsarbeit
Die Jagd wird oft missverstanden. Viele Menschen sehen nur das Erlegen von Wild und nicht die umfassende Hegearbeit, die dahintersteckt. Die Landesjägermeister setzen daher verstärkt auf Bildungsarbeit. Ausbildungsprogramme für JungjägerInnen, Schulprojekte und Informationsveranstaltungen sollen das Bewusstsein für die Bedeutung der Jagd stärken.
5. Waffenrecht und Sicherheit
Die Jagd erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit Waffen. Strenge gesetzliche Vorschriften regeln den Besitz und Gebrauch von Jagdwaffen. Die Landesjägermeister setzen sich für praxisnahe Lösungen im Waffenrecht ein und fördern Sicherheitstrainings für JägerInnen.
6. Klimawandel und Wildverhalten
Der Klimawandel hat massive Auswirkungen auf das Verhalten von Wildtieren. Verschobene Vegetationsperioden, veränderte Wanderbewegungen und neue Krankheiten stellen die Jagd vor neue Herausforderungen. Die Landesjägermeister arbeiten mit Wildbiologen zusammen, um neue Konzepte zur Anpassung der Jagdpraxis an den Klimawandel zu entwickeln.
7. Zusammenarbeit mit der Politik
Jagdrecht ist in Österreich Ländersache, doch viele Themen betreffen das gesamte Land. Deshalb setzen sich die Landesjägermeister gemeinsam mit Jagd Österreich auf Bundesebene für jagdpolitische Interessen ein. Dazu gehören unter anderem die EU-Vorgaben zum Artenschutz, der Wolfsmanagementplan und die Jagdgesetzgebung.
Fazit
Die neun Landesjägermeister Österreichs leisten einen essenziellen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Jagd und des Naturschutzes. Ihr Engagement reicht weit über die eigentliche Jagdausübung hinaus – sie sind Naturschützer, Interessenvertreter und Bildungsförderer in einem. Unter der Führung von Max Mayr-Melnhof-Saurau als Präsident von Jagd Österreich ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern garantiert, um die Jagd in Österreich weiterhin zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten.